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Film: Johnny zieht in den Krieg von James Dalton Trumbo (1971, 107 Min.)

4. April um 19:3021:30

Von dem US-Amerikaner James Dalton Trumbo (* 19.12.1905) erschien 1939 der Antikriegsroman Johnny Got His Gun. Dies und seine Mitgliedschaft in der kommunistischen Partei brachte ihm 1947 eine Vorladung vor das HUAC (Komitee für unamerikanische Umtriebe) ein. Trumbo verweigerte die Aussage (und die damit verbundene Denunziation anderer) und ging für 11 Monate ins Gefängnis. Erst 1971 erschien der Film, bei dem Trumbo selbst Regie führte.

Johnny zieht in den Krieg hat weniger den Krieg als Ereignis zum Inhalt als die Folgen für die beteiligten Menschen. Johnny liegt – als Soldat des 1. Weltkriegs bis zur Unkenntlichkeit zerfetzt – im Hospital und wird dort, quasi als „Versuchstier“ medizinischer Behandlung unterzogen. Diese Szenen sind in zeitgenössischem Schwarz-Weiß gedreht. Unterbrochen wird dies regelmäßig durch „Traumsequenzen“, welche in neuzeitlichem Color erscheinen. In beidem versucht Johnny, der zu kaum einer körperlichen Reaktion fähig ist, sein Schicksal mental zu begreifen und zu „verarbeiten“.

Dieser Film wird nicht gezeigt wegen seiner schockierenden Bilder, sondern um anzuregen zur Frage: In wie weit sind wir überhaupt noch in der Lage, dem „Chamäleon“ Krieg zu folgen? Warum sind Kriege häufig weiter, als unsere Vorstellung reicht?

Details

Datum:
4. April
Zeit:
19:30 – 21:30
Veranstaltungskategorie:

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